Technischer Handel Hausmann
  • Antriebstechnik
  • Wälzlager sind Lager, bei denen zwischen einem sogenannten Innenring und einem Außenring, im Gegensatz zu der Schmierung in Gleitlagern, rollende Körper den Reibungswiderstand verringern.
    Sie dienen als Fixierung von Achsen und Wellen, wobei sie, je nach Bauform, radiale und/oder axiale Kräfte aufnehmen und gleichzeitig die Rotation der Welle
    oder der so auf einer Achse gelagerten Bauteile (z. B. ein Rad) ermöglichen.

    Zwischen den drei Hauptkomponenten Innenring, Außenring und den Wälzkörpern tritt hauptsächlich Rollreibung auf.
    Da die Wälzkörper im Innen- und Außenring auf gehärteten Stahlflächen mit optimierter Schmierung abrollen, ist die Rollreibung dieser Lager relativ gering.

  • Keilriemen sind Treibriemen von Riementrieben, die einen trapezförmigen Querschnitt besitzen.

    Die Reibung der Flanken des Riemens in einer keilförmigen Rille ist wesentlich höher als bei einer flachen Auflage.
    Diesen Umstand nutzen die Keilriemen aus. Sie bestehen aus Gummi mit einer Textil- oder Stahlseileinlage und werden endlos gefertigt.
    Sie können bei gleichem Platzbedarf wesentlich größere Drehmomente als Flachriemen übertragen.
    Durch die höhere Reibung sind die Kräfte auf die Lager wesentlich geringer. Im Vergleich zum Flachriemen ist der Wirkungsgrad allerdings etwas geringer.

    Man kann auch mehrere Keilriemen nebeneinander anordnen.
    Da sich Keilriemen während ihres Einsatzes allmählich ausdehnen, ist es jedoch wichtig, dass bei Antrieben mit mehreren parallelen Keilriemen alle Riemen zugleich getauscht werden.(Satzexakt)

    In der Praxis werden hauptsächlich vier unterschiedliche Keilriemenarten verwendet.

  • Klassische Keilriemen - Keilriemen, die mit einer Gewebelage ummantelt sind und in den Profilen 5, 6, 8, 10, 13, 17, 20, 22, 25, 32 und 40 hergestellt werden.
  • Schmalkeilriemen - ebenfalls ummantelt, aber mit verbesserter Leistungsübertragung. Eingesetzt in den Profilen SPZ (9,7), SPA (12,7), SPB (16,3), SPC (22)
  • Flankenoffene Keilriemen - Keilriemen mit offenen Flanken (FO) mit Vorteilen im Verschleißverhalten, der Laufgenauigkeit und dem Reibschluss. Profile: XPZ, XPA, XPB, XPC
  • Formgezahnte Keilriemen - wie der flankenoffene Keilriemen, aber zusätzlich mit formgezahnter Innenseite (FOZ).


  • Während Flachriemen nicht genormt sind, sind Keilriemen weitgehend standardisiert, so dass sie herstellerneutral verwendet und getauscht werden können.
    Da es unterschiedliche Normen gibt, DIN 7753 Teil 1/ISO 4184 Europäisch und RMA/MPTA Amerikanisch, wird ein Umrechnungsfaktor Ld auf La (s. u.) benutzt.

    Da ein Keilriemen relativ hoch (dick) ist, kommt es bei der Umlenkung zu einer Stauchung innen und somit zur Erwärmung.
    Man kann den Keilriemen zahnen, um kleinere Scheibendurchmesser zu erlauben oder die Verluste zu verringern.
    Jedoch ist auch ein gezahnter Keilriemen immer noch ein Keilriemen, da er kraftschlüssig durch die Keilwirkung an den Flanken arbeitet.



    Quelle: Wikipedia